Mit dem geplanten Innovationspark entsteht ein integriertes Energie- und Nutzungskonzept mit 25MW Anschlussleistung, das erneuerbare Energien, KI-Rechenkapazitäten, Batteriespeicher sowie perspektivisch die Nutzung entstehender Abwärme an einem Standort vereint. Ziel ist es, Strom aus erneuerbaren Energien intelligent nutzbar zu machen, regionale digitale Infrastruktur aufzubauen und zugleich einen Beitrag zur netzdienlichen Flexibilisierung zu leisten.
Getragen wird das Vorhaben von den Unternehmen Hadi Teherani Solar, Hadi Teherani H2 Hub und terahash.energy. Die Partnerschaft basiert auf der gezielten Bündelung komplementärer Kompetenzen: Während die Energiearchitekten über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von PV-Solarparks und Wasserstoff-Hubs verfügen und die physische sowie infrastrukturelle Energiebasis bereitstellen, bringt terahash.energy seine Expertise im Bereich digitaler Infrastrukturprodukte als auch modularer flexibler Computing-Lösungen sowie eigens entwickelter Wärmesysteme ein. Erst dieses Zusammenspiel ermöglicht skalierbare und zukunftsfähige Lösungen als Kraftwerk und Fabrik der Zukunft.
Seit 2024 stehen die beteiligten Unternehmen in engem Austausch, 2025 wurde das gemeinsame Unternehmen in Hamburg gegründet. Ziel ist es, dezentrale Micro-Grids zu entwickeln, um Netze gezielt zu entlasten und gleichzeitig neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Auf der gemeinsamen Roadmap steht unter anderem der schnelle Aufbau von bis zu 100 MW installierter Leistung.
Zur offiziellen Vorstellung des Projekts kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Energiewirtschaft zusammen, darunter Herr Schilling, Bürgermeister der Gemeinde Lüttow-Valluhn, Herr Murche, Geschäftsführer der WEMAG, Herr Belke von der IHK sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus regionalen Institutionen.

Von rechts nach links: Payam Hazin (CEO der terahash.teherani GmbH), Thomas Murche (Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH), Marco Schilling (Bürgermeister), Matthias Belke (Präsident der IHK), Hadi Teherani (Stararchitekt), Dirk Schiewer (Planungsverband), Christian Jahnke (COO der HTS GmbH) sowie Matthias Fendt (Head of Operations der terahash.energy GmbH).
„Nachhaltige Architektur und zukunftsfähige Standortentwicklung erfordern heute ein ganzheitliches Denken in Energie- und Nutzungskreisläufen. Projekte wie der KI-Innovationspark MV zeigen, wie eng Gestaltung, Technologie und Energieversorgung miteinander verzahnt sein müssen. Besonders positiv hervorzuheben ist die konstruktive und unterstützende Rolle der öffentlichen Hand, die hier mit Weitblick und Engagement die richtigen Rahmenbedingungen schafft“, erklärt Hadi Teherani, Architekt und Mitinitiator des Projekts.
„Mit dem KI-Innovationspark MV wollen wir zeigen, wie sich digitale Infrastruktur, Energiewende und regionale Wertschöpfung konkret und skalierbar miteinander verbinden lassen. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über erhebliche Potenziale im Bereich erneuerbarer Energien – entscheidend ist, diese intelligent, standortbezogen und systemdienlich zu erschließen. Dass wir dieses Vorhaben nun in die Umsetzung bringen können, ist maßgeblich der konstruktiven und engagierten Unterstützung seitens der zuständigen Stadt- und Bauämter sowie insbesondere der WEMAG als Netzbetreiber zu verdanken. Ohne diese partnerschaftliche Begleitung wäre die Idee ein ambitioniertes Konzept geblieben“, erklärt Payam Hazin, Mitgründer und Geschäftsführer von Terahash Teherani sowie Konzeptentwickler des Projekts.
„Als familiengeführte Unternehmensgruppe mit über 75 Jahren Geschichte sehen wir es als unsere Verantwortung, nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklungen aktiv mitzugestalten, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu erhalten und weiter auszubauen. Der KI-Innovationspark MV steht für eine neue Generation von Energieprojekten, bei denen wirtschaftliche Stabilität, technologische Innovation im Bereich modular skalierbarer Infrastruktur sowie Sektorenkopplung und regionale Wertschöpfung Hand in Hand gehen“, so Kristian Kläger, Geschäftsführer und Mitgründer der Terahash Teherani sowie Inhaber der Kläger Group in dritter Generation.
Der Innovationspark ist als multifunktionales, „KI-Ready“-Rechenzentrum konzipiert, das flexibel unterschiedliche IT-Workloads abbilden kann. Insbesondere für sogenannte Neocloud-Anbieter bietet der Standort die Möglichkeit, KI-Kapazitäten kurzfristig in Deutschland verfügbar zu machen. Batteriespeicher ermöglichen die Abfederung von Lastspitzen und eine flexible Integration in das Energiesystem. Ergänzend wird die Nutzung der entstehenden Abwärme für regionale Wärmekonzepte geprüft.
„Die Partnerschaft ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass die nächste Generation von Energie- und Infrastrukturprojekten nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Kernkompetenzen erfolgreich entwickelt werden kann. Dabei geht es längst nicht mehr allein um die Erzeugung erneuerbarer Energie, sondern vielmehr darum, diese gezielt auf konkrete Lastprofile, digitale Anwendungen und eine systemdienliche Nutzung auszurichten“, erklärt Christian Jahnke, COO der Hadi Teherani Solar.
Mit der offiziellen Bekanntgabe tritt das Vorhaben nun in die nächste Projektphase ein. Ziel ist es, innerhalb der kommenden zwölf Monate eine Anlage mit 15 MW Batteriespeicher sowie bis zu 10 MW Anschlussleistung für Rechenkapazitäten umzusetzen.
„Das knappe Gut und Engpass im Rechenzentrumsbereich sind aktuell weniger die Server, sog. GPUs, sondern kurzfristig verfügbare Netzanschlüsse, verlässliche Energie sowie attraktive Power Purchase Agreements. So leisten wir dank unserer skalierbaren Plattform einen Beitrag zur digitalen Evolution hinein ins KI-Zeitalter in Deutschland und können dies mit der geforderter Datensouveränität in Einklang bringen. Darauf sind wir sehr stolz!“, betont Matthias Fendt, Head of Operations & Sales der terahash.energy GmbH.
Über das Projekt
Der KI-Innovationspark MV „TT Energy Vision“ im Businesspark A24 verbindet erneuerbare Energien, KI-Rechenleistung, Batteriespeicher und perspektivische Wärmenutzung zu einer skalierbaren Plattform. Ziel ist es, regionale Energiepotenziale mit digitaler Infrastruktur und technologischer Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern zu verknüpfen.
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